Hier erhalten Sie Hintergründe und Informationen zu Private-Equity-Fonds
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Private-Equity-Fonds: Private-Equity-Dachfonds sind geschlossene Investmentfonds, die das Kapital der Privatanleger auf mehrere Private-Equity-Zielfonds verteilen. Diese Zielfonds wiederum beteiligen sich an mehreren privaten Unternehmen, um sie später gewinnbringend zu verkaufen. So kann durch Dachfondslösungen Diversifikation über mehrere Private-Equity-Fonds erreicht werden.
Rendite: Die durchschnittlichen Renditen von Private-Equity-Fonds waren in der Vergangenheit deutlich höher als die der öffentlichen Aktienmärkte. Vergangene Wertentwicklungen sind kaum ein Indikator für zukünftige Entwicklungen. Als Beimischung zu anderen Anlageklassen kann Private Equity das Chance-Risiko-Profil eines Portfolios verbessern.
Anlagezeitraum: Die Laufzeiten von Private-Equity-Fonds sind mit typischerweise zehn Jahren oder mehr recht lang. Das Geld der Anleger ist also für mehrere Jahre fest gebunden. Eine Rückforderung des Anlagebetrags vor dem Ende der Fondslaufzeit ist kaum möglich oder mit Abzügen verbunden.
Mit Private-Equity-Fonds können Anleger langfristig Unternehmensanteile erwerben und von der Wertsteigerung privater Unternehmen profitieren. Bis vor kurzem war außerbörsliches Eigenkapital institutionellen Investoren, wie beispielsweise Pensionskassen oder Versicherungen, vorbehalten.
Die meisten Private-Equity-Fonds verlangen in der Regel hohe Mindesteinlagesummen von mehreren Millionen Euro. Zunächst sammelt ein Private-Equity-Dachfonds das Kapital der Investoren ein und investiert es dann in mehrere Zielfonds. Diese Zielfonds wiederum investieren das Geld in nicht börsengelistete Unternehmen mit aussichtsreichem Wachstumspotenzial.
Das Ziel besteht darin, die Unternehmensbeteiligungen nach einigen Jahren gewinnbringend wieder zu verkaufen. Der erwirtschaftete Gewinn fließt dann von den Zielfonds an den Dachfonds zurück und wird schlussendlich an die Investoren ausgeschüttet.
Ganz allgemein unterscheidet man zwischen privaten und öffentlichen Finanzmärkten. Bei Private-Equity-Fonds handelt es sich um Alternative Investmentfonds (AIF), die sich an privaten Unternehmen beteiligen. Damit grenzen sie sich ab von öffentlich handelbaren Publikumsfonds, zum Beispiel Aktienfonds oder ETFs, die rechtlich als Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (OGAW-Richtlinie) organisiert sind. Ein Private-Equity-Zyklus erfolgt in mehreren Investitionsphasen:
Investoren verpflichten sich dazu, dem Private-Equity-Dachfonds einen Anlagebetrag (auch Zeichnungsbetrag genannt) zur Verfügung zu stellen. Wenn der Dachfonds genügend Beteiligungskapital von Privatanlegern eingesammelt hat, wird er geschlossen und weiteren Investoren wird der Zugang verwehrt. Große Private-Equity-Fonds enthalten meist mehrere Milliarden US-Dollar.
Nach dem Fundraising macht sich der Fonds auf die Suche nach passenden Zielfonds. Die Zielfonds verwenden das Geld der Kapitalgeber wiederum als Eigenkapital für die Beteiligung an privaten Unternehmen.
Die Auswahl der Zielfonds wird auch als Due Diligence bezeichnet und ist entscheidend für den Erfolg von Private Equity. Diese Phase erfolgt streng regelbasiert und strukturiert. Denn in der Regel haben die besten Zielfonds das Know-how und verfügen über das Personal, um Zielunternehmen mit hohem Wachstumspotenzial zu beobachten, zu identifizieren und zu übernehmen.
Der Dachfonds ruft das zugesagte Kapital von den Anlegern ab, um seinerseits die Kapitalabrufe der Zielfonds zu bedienen. Semiprofessionelle Anleger können sich ab einer Mindesteinlagesumme von 200.000 € an Private-Equity-Fonds beteiligen. Anstatt einer vollständigen Fälligkeit des Zeichnungsbetrags erfolgt die Zahlung in mehreren Tranchen, auch Kapitalabrufe (Capital Calls) genannt.
Die Haltedauer einer Unternehmensbeteiligung auf Zielfondsebene beträgt in der Regel fünf bis sieben Jahre. So lange braucht es mindestens, um Veränderungen im Unternehmen umzusetzen und Wertsteigerungen zu realisieren. Unter Umständen kann es zu Wertveränderungen kommen. In den meisten Fällen kann der Zielfonds seine Unternehmensbeteiligungen erfolgreich verkaufen, was auch als Exit bezeichnet wird.
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Die ersten Ausschüttungen auf Dachfondsebene können schon lange vor dem Ende der Fondslaufzeit erfolgen. Sobald die ersten Beteiligungen durch Zielfonds verkauft werden, fließen die Erlöse an den Dachfonds zurück. Anleger erhalten dann bereits einen Teil ihrer Investition während der Laufzeit des Fonds zurück, sodass nie der gesamte Zeichnungsbetrag gebunden ist. Wenn alle Zielfonds sämtliche Beteiligungen wieder verkauft haben und die Gewinne abzüglich aller Kosten an die Investoren ausgeschüttet wurden, endet das Investment. Dann haben Zielfonds und der Dachfonds ihr Ziel erreicht und werden aufgelöst (liquidiert).
Nachfolgend findet sich eine Übersicht der größten Private-Equity-Gesellschaften der Welt, gemessen an der Größe ihres verwalteten Vermögens (Quelle: Webseite der jeweiligen Gesellschaft / Stand: 2025):
Blackstone Group Inc.
Die Blackstone Group Inc. wurde 1985 gegründet und hat ihren Hauptsitz in New York sowie Niederlassungen in London, Hongkong, Peking und Dubai. Mit Assets under Management (AuM) von insgesamt mehr als 1 Billion US-Dollar ist sie die derzeit größte Private-Equity-Gesellschaft weltweit.
Das Unternehmen investiert in viele Marktsektoren, darunter Energie, Einzelhandel und Technologie. Während Private Equity mit 152 Milliarden US-Dollar die größte Investitionskategorie ist, verfügt Blackstone auch über Hunderte von Milliarden US-Dollar an Immobilien-, Kredit- und Hedgefonds-Investments. Zu den Portfoliounternehmen gehören zum Beispiel das Datenunternehmen Refinitiv, der Herkunftsspezialist Ancestry sowie der Eigentümer und Betreiber von Dating-Apps Bumble.
KKR & Co. Inc.
KKR & Co. Inc., ehemals Kohlberg Kravis Roberts & Co., verfügt über Assets under Management von insgesamt 276 Milliarden US-Dollar. Das New Yorker Unternehmen wurde 1976 gegründet und gilt als Pionier für groß angelegte Buyout-Deals, die immer noch eine der Spezialitäten des Unternehmens sind. Zu den bekanntesten Transaktionen des Unternehmens gehören der Leveraged Buyout von RJR Nabisco 1989 und der Buyout von TXU in 2007.
EQT
EQT A.B. hat ein Gesamtvermögen von fast 269 Milliarden Euro. Das 1994 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter in 24 Ländern in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Flying Tiger Copenhagen zählt zu den bekanntesten Portfoliounternehmen unter den US-Verbrauchern.
CVC Capital Partners
CVC Capital Partners verfügt über knapp 200 Milliarden Euro. Die Beteiligungsgesellschaft wurde 1981 gegründet und beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter, darunter 300 Anlageexperten, in 24 Niederlassungen weltweit. Das Private-Equity-Portfolio umfasst 114 Unternehmen rund um den Globus.
TPG Capital
TPG Capital verwaltet insgesamt 246 Milliarden US-Dollar und wurde 1992 von David Bonderman und Jim Coulter gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco verfügt über zwölf weitere Niederlassungen in acht Ländern. Zu den Transaktionen des Unternehmens gehören der Kauf von Continental Airlines 1993, die Übernahme von Petco im Jahr 2000 und der Leveraged Buyout von Burger King im 2002. Aktuell sind Unternehmen wie Chobani, Fender und Airbnb im Portfolio.
The Carlyle Group Inc.
Die Carlyle Group Inc. verwaltet insgesamt 441 Milliarden US-Dollar, beschäftigt weltweit mehr als 1.800 Mitarbeiter und ist in 26 Niederlassungen auf fünf Kontinenten tätig. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Washington. Die Private-Equity-Einheit verwaltet 164 Milliarden US-Dollar. Zu den bemerkenswerten aktuellen Beteiligungen gehören Supreme, Workforce Logiq und Orion Breweries Ltd.
Thoma Bravo
Thoma Bravo verfügt über 177 Milliarden US-Dollar Assets under Management und mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Bereitstellung von Kapital, strategischer Unterstützung für erfahrene Management-Teams sowie wachsende Software- und Technologieunternehmen. Zu den bemerkenswertesten Unternehmen im Portfolio gehören McAfee, Conga und Anchorage.
Advent International
Advent International ist eine der größten und ältesten unabhängigen Private-Equity-Partnerschaften mit 93 Milliarden US-Dollar und Sitz in Boston, Massachusetts. Seit der Gründung 1984 hat das Unternehmen in 430 Private-Equity-Investments in 42 Ländern investiert.
Warburg Pincus GmbH
Warburg Pincus LLC verfügt über mehr als 120 Milliarden US-Dollar Assets under Management, das in mehr als 1.000 Unternehmen investiert ist. Gegründet wurde das Unternehmen 1939 als E.M. Warburg & Co. und 1966 in die Warburg Pincus umfirmiert. Warburg hat seinen Hauptsitz in New York und unterhält Niederlassungen in über 40 Ländern.
Hg
Hg mit Sitz in London verfügt über ein verwaltetes Vermögen von 75 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Investitionen in Software- und Dienstleistungsunternehmen in Europa und Nordamerika.
Private-Equity-Fonds gehören zu den Alternativen Investmentfonds (AIF) und stehen in der Regel lediglich einem eingeschränkten Anlegerkreis zur Verfügung. Die hohen Mindesteinlagebeträge machen sie vor allem für institutionelle Investoren und sehr vermögende Privatpersonen zugänglich. Semiprofessionelle Anleger können unter bestimmten Bedingungen ab 200.000 € in Private-Equity-Dachfonds investieren.
Wer eine Möglichkeit sucht, mit geringeren Beträgen von der Entwicklung von Private-Equity-Gesellschaften zu profitieren, kann sich an Alternativen orientieren: Während Private-Equity-Fonds nicht an der Börse gehandelt werden, sind einige der größten Private-Equity-Unternehmen selbst börsennotiert. Anleger können daher über Aktienkäufe oder breit diversifizierte ETFs indirekt an der Wertentwicklung dieser Unternehmen teilhaben. Spezialisierte ETFs bilden Indizes ab, die Kapitalbeteiligungsgesellschaften umfassen und so eine gestreute Anlage ermöglichen.
Eine weitere Alternative ist die digitale Vermögensverwaltung von WeltSparen. Diese setzt auf breit gestreute ETF-Portfolios, die eine Kombination aus Aktien- und Anleihenfonds enthalten. Je nach gewählter Anlagestrategie kann der Aktienanteil höher oder niedriger ausfallen, wodurch sich unterschiedliche Renditechancen und Risiken ergeben. Auch Unternehmen aus dem Bereich Private Equity können indirekt über breit diversifizierte Aktien-ETFs im Portfolio enthalten sein. Anleger haben die Möglichkeit, zwischen vier vorab definierten Portfolios zu wählen und flexibel per Einmalanlage oder ETF-Sparplan ab 50 € zu investieren.
Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.
Was sind Private-Equity-Fonds?
Wie funktionieren Private-Equity-Dachfonds?
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Welche Private-Equity-Fonds gibt es?
Alternativen zu Private-Equity-Fonds
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