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Definition: Aktienfonds sind ein Bündel aus vielen Aktien. Sie investieren mehrheitlich oder ausschließlich in Aktien von Unternehmen, in Aktien aus bestimmten Ländern oder Branchen.
Rendite: Mit Aktienfonds profitieren Anleger von Kursgewinnen und möglichen Dividenden. Aktienfonds gehen mit Gewinnen unterschiedlich um – je nachdem, ob sie thesaurierend oder ausschüttend sind.
Kosten: Viele aktiv verwaltete Aktienfonds sind aufgrund einer Vielzahl von Gebühren teuer – mit Kosten von rund 1,60 % pro Jahr. Zudem haben Anleger für Erträge nach dem Investmentsteuergesetz (InvStG) Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abzuführen.
Ein Aktienfonds ist eine Sammlung einer Vielzahl von Aktien, die von einem professionellen Fondsmanagement gekauft und verwaltet werden. Mit dem Kauf verschiedener Aktien beteiligen sich die Anleger an diversen Unternehmen und profitieren von den Gewinnen, nehmen aber auch an den Verlusten der Unternehmen teil. Ein Aktienfonds investiert mehrheitlich in Aktien, kann aber auch zu geringen Teilen Cash und andere liquide Anlageklassen enthalten.
Anleger brauchen also nicht jede Aktie einzeln zu kaufen, sondern können gleich mehrere Aktien unterschiedlicher Unternehmen erwerben. Grundsätzlich können das Aktien aller Unternehmen weltweit sein, die an der Börse notiert sind und Unternehmensanteile emittieren. Sehr viele Aktienfonds haben aber einen inhaltlichen Fokus, sodass sie beispielsweise nur in Unternehmen bestimmter Länder oder bestimmter Branchen investieren.
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Möchten Sie Geld in Aktienfonds anlegen, haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Anlageschwerpunkten:
Einige Aktienfonds fokussieren sich auf hoch kapitalisierte Unternehmen, wie sie beispielsweise im DAX vertreten sind. Andere konzentrieren sich eher auf kleinere Unternehmen.
Klassische Aktienfonds streben eine möglichst breite Streuung über viele unterschiedliche Branchen hinweg an. Mit breiter Streuung über verschiedene Märkte, Länder und Branchen können auch Neu-Anleger Geld investieren.
Aktien für diese Fonds werden anhand ökologischer und ethischen Kriterien ausgewählt. Bei nachhaltigen Fonds sind neben Rendite auch ethische Aspekte teil der Strategie.
Einige Fondsmanager haben sich auf Aktien bestimmter Regionen fokussiert. So gibt es neben Aktienfonds speziell aus Deutschland auch Fonds mit Schwerpunkten in Europa, Asien oder Schwellenländern.
Der Fondsmanager beziehungsweise die Fondsgesellschaft kann je nach Fonds eine unterschiedliche Anlagestrategie bevorzugen, auch als Faktor bezeichnet:
Value-Ansatz
Hierbei liegt der Fokus auf „werthaltigen“ Aktien. Als werthaltig werden Unternehmen bezeichnet, deren Börsenwert deutlich unter dem Kurs-Buch-Wert liegen, gemessen am Eigenkapital je Aktie. Value-Unternehmen wird ein hohes Kurspotenzial nachgesagt.
Growth-Ansatz
Beim Growth-Ansatz investieren Sie in Wachstumswerte. Dabei stehen Unternehmen im Fokus, deren Umsatz und Gewinn schneller steigen als bei anderen Unternehmen derselben Branchen.
Core-Satellite-Ansatz
Dieser Ansatz beschreibt die Aufteilung des Portfolios in ein breit diversifiziertes Kern-Investment, ergänzt durch mehrere kleinere Satelliten-Investments, mit höherem Risiko- und Renditepotenzial.
Aktive Aktienfonds sind im Prinzip Aktien-Portfolios, in dem eine Vielzahl verschiedener Aktien mehrheitlich oder ausschließlich von Unternehmen gebündelt sind. Ausgewertet, selektiert, gekauft und verkauft werden die Aktien nicht von den Anlegern selbst, sondern von einem professionellen Fondsmanagement. Je nachdem, welche Anlagestrategie der Aktienfonds verfolgt, wird in entsprechende Bereiche schwerpunktmäßig investiert.
Allerdings kann bei Aktienfonds niemand genau vorherbestimmen, ob und wie viel am Ende dabei herauskommt. Für den Einzelnen mit wenig Aktien kann das zu einem Problem werden. Der Fondsmanager kann das Geld allerdings auf verschiedene Wertpapiere verteilen, was das Risiko der Geldanlage minimieren kann.
Die Fondsmanager von Aktienfonds realisieren in der Regel bestimmte Anlagestrategien: Mit Investitionen in Aktienfonds auf Wachstumswerte (Growth-Ansatz) legt das Fondsmanagement normalerweise vornehmlich ein Augenmerk auf das Umsatzwachstum von Unternehmen. Je mehr Aktien Anleger mit dem Fondsanteil erwerben, desto breiter streut sich das Kursrisiko. Das minimiert auch das allgemeine Risiko der Geldanlage.
Das Fondsmanagement versucht durch gezielte Auswahl der Wertpapiere und ihrer Gewichtung den Ertrag und das Risiko des Portfolios zu bestimmen und zu optimieren. Nichtsdestotrotz sind die Anlagestrategien für Anleger nicht immer transparent nachzuvollziehen. Daher sind Aktienfonds nur für Anleger geeignet, die sich der Chancen und Risiken bewusst sind und diese für sich selbst richtig einschätzen können.
Das Fondsmanagement investiert das Geld gemäß der Anlagestrategie und Gewinne fließen zurück in das Portfolio. Sofern die Anlage in Wertpapiere investiert, die sich positiv entwickeln, erhalten die Anleger beim Verkauf der Fondsanteile bestenfalls mehr Geld zurück, als sie vorher investiert haben.
Je länger Anleger investiert bleiben, desto besser – auch mit Blick auf den Zinseszinseffekt. Auf der anderen Seite können Anleger ihre Fondsanteile oft zum aktuellen Rücknahmepreis verkaufen, wenn sie es möchten.
Um die Kosten für Aktienfonds besser einschätzen zu können, sollten Anleger die Total Expense Ratio betrachten. Diese Zahl gibt den Prozentwert aller Gebühren im Verhältnis des durchschnittlichen Gewinns wieder.
Auf diese Kosten sollten sich Anleger einstellen:
Anleger können mit Aktienfonds von attraktiven Renditen profitieren und damit deutliche Vermögenszuwächse verzeichnen.
Beispiel:
Bei einer durchschnittlichen Rendite von 5,26 % p. a. für Fonds mit Aktien und einer Anlagedauer von 15 Jahren kann sich eine Anlage von 18.000 € um 9.960,51 € vergrößern. Vereinfacht wurde das Beispiel bei allen Anlageklassen mit einem Ausgabeaufschlag von 3,00 % und einer jährlichen Gebühr von 2,00 % berechnet. Damit hätten Anleger mit den Renditen aus den Fonds ihr Vermögen auf über 27.000 € wachsen lassen.
Risikohinweis: Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Aktienfonds haben im Vergleich zu Renten- und Immobilienfonds höhere Renditechancen, tragen aber auch ein höheres Risiko einbringen. Wichtig ist jedoch, dass verschiedene Risikoklassen und Anlagestrategien von Fonds auch andere Renditen einbringen können.
Aktionäre erhalten keine Zinsen, sondern eine Dividende. Die Dividende ist – sofern das entsprechende Unternehmen eine auszahlt – als zusätzlicher Gewinn neben den potenziellen Kursgewinnen zu sehen und wird von Unternehmen in regelmäßigen Abständen gezahlt, um Investoren langfristig ans Unternehmen zu binden.
Meistens wird durch das Unternehmen eine feste Dividendensumme pro Aktie definiert und dann an die Aktionäre entsprechend ihrer Aktienanzahl ausgeschüttet.
Wenn die Summe beispielhaft 50 Cent umfasst und man 10 Aktien des Unternehmens besitzt, bekommt man 5 €.
Doch nicht alle Aktien-emittierenden Unternehmen zahlen eine Dividende aus. Zumal kann sich die Höhe der Dividendenzahlung ändern, anders als etwa bei den Zinsen für ein Sparkonto, die feststehen.
Da Aktienfonds in Aktien investieren, ist auch hier mit Dividenden zu rechnen. Diese werden bei ausschüttenden Aktienfonds an die Investoren ausgezahlt. Bei thesaurierenden Aktienfonds fließen die Dividenden direkt zurück in das Portfolio und werden reinvestiert.
Man kann das Risiko eines Aktienfonds dadurch etwas einschätzen, indem man in das Anleger-Informationsblatt schaut, das es für jeden Fonds gibt. Der Fachbegriff lautet „Key-Investor-Information-Document“, kurz KIID. Das Gesetz sieht hier transparente Risikoklassen von 1 bis 7 vor. Die Risikoklasse 7 entspricht dabei dem höchsten Risiko, eine Risikoklasse 1 enthält das niedrigste Risiko. Dabei hat sich der Emittent danach zu richten, wie sehr der Kurs des Fonds schwanken kann, also wie „volatil” der Fonds ist.
Wie sich der Markt aber in Zukunft entwickelt, kann niemand voraussehen. Somit haben Aktien und auch Aktienfonds nie eine Garantie für kontinuierliche Gewinne. Vielmehr ist auch mit einem Verlust zu rechnen, wenn sich der Markt nach unten entwickelt. Jedoch ist es Fakt, dass das Risiko bei Aktienfonds kleiner ist als bei einzelnen Aktien. Innerhalb eines Fonds mit vielen Positionen ist das Gewicht einer einzelnen sich schlecht entwickelnden Aktie relativ klein.
Einen Verlust des Geldes durch Insolvenz des Emittenten, also der Fondsgesellschaft, brauchen Anleger nicht zu befürchten. Denn das, was Investoren in den Topf einzahlen, ist als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft zu behandeln sowie unter staatlicher Aufsicht zu verwalten.
Trotz all der oben beschriebenen Vorteile sind aktive Aktienfonds im Vergleich zu passiven Fonds wie ETFs und Indexfonds teurer sowie oft intransparenter. Aus diesem Grund wechseln immer mehr Anleger hin zu Indexfonds. Gerade für Anfänger sind die Wertentwicklungen von Indexfonds oft besser nachvollziehbar als bei aktiven Aktienfonds mit einer intransparenten Anlagestrategie.
Bei einem Aktienfonds gibt es ein Fondsmanagement, das nach einer fest definierten Anlagestrategie Aktien auswählt und versucht, besser abzuschneiden als der breite Markt. Sie werden also aktiv gemanagt. ETFs (= „Exchange Traded Funds“) versuchen hingegen nicht, den Markt zu schlagen. Sie bilden lediglich die Wertentwicklung eines Index ab – zum Beispiel den DAX oder den S&P 500. Ein aktiver Aktienfonds kann über die Fondsgesellschaft oder eine Bank gehandelt werden, während ETFs an der Börse gehandelt werden. Weil das aktive Fondsmanagement fehlt, fallen die Gebühren bei ETFs meist wesentlich niedriger aus.
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Wer in Aktienfonds investieren möchte, steht vor der Frage, welcher Fonds am besten zu den eigenen Zielen passt. Anleger können Investmentfonds anhand mehrerer Gesichtspunkte auswählen:
Die historischen Daten helfen dabei, das Risiko und die Rendite besser einschätzen zu können. Sie sind aber kein Garant dafür, wie sich die Kurse in Zukunft entwickeln. Für Anfänger werden Aktienfonds eher selten empfohlen. Um die Qualität des Fonds zu beurteilen, können Anleger die Bewertung von einer Rating-Agentur hinzuziehen.
Die meisten Anleger tendieren dazu, in die Fonds mit den kleinsten Gebühren zu investieren, um mehr von der Rendite zu haben. Das funktioniert mit ETFs am effizientesten. Bei diesen sind die Gebühren niedriger, weil es kein aktives Fondsmanagement gibt.
Anleger haben sich zu entscheiden, ob sie einmal eine feste Summe investieren (Einmalanlage) oder monatlich sparen möchten (Sparplan). Man kann auch beides kombinieren. Der Sparplan ist dank seines über die Jahre exponentiellen Wertzuwachses für Viele ein effizienter Weg, um Vermögen aufzubauen.